|
Kappadokien – das Land der Zipfelmützen und Feenkamine
Es
entstand vor ca. 10-30 Mio. Jahren durch sich ständig wiederholende
Ausbrüche von Vulkanen zwischen Kayseri, Nigde und Aksaray. Sie
schleuderten Tuffasche von verschiedener Festigkeit und Farbe in das
umliegende Gebiet. Irgendwann war es eine härtere Gesteinsschicht, die
den versteinerten Tuff ganzflächig bedeckte und somit auch schützt. Mit
den ersten Rissen konnten die noch heute aktiven Baumeister Regen, Wind
und Schnee eine urtümliche Naturkulisse mit irrsinnigsten und
fantasievollsten Felsformationen schaffen.
Es
gibt aber nicht nur eine einmalige Landschaft zu bestaunen, sondern auch
gleichzeitig eine Unmenge von Spuren großer Kulturen. Auf beiden Seiten
der Täler findet man eine Vielzahl von verlassenen Höhlenwohnungen,
-kirchen und Klöstern, die zum Teil mit sehr gut erhaltenen Fresken
geschmückt sind und zum Verweilen einladen.
Abseits der großen Touristenrouten kann man in die unwirkliche Stille
begleitet von Vogelgezwitscher und Insektensummen eintauchen und
unterirdische Städte sowie geheime Gänge und Winkel erkunden.
Trotz
besseren Wissens kommt man in die Versuchung anzunehmen, man sei auf
einem anderen Planeten. So verwundert es nicht wenn in vielen
Reiseberichten von versteinerten Sanddünen, Feenkaminen und
Zipfelmützentürmen oder von einer Mondlandschaft mit Felskegeln die Rede
ist.
Die
Wochenzeitschrift „Die Zeit“ schrieb einmal: „Als hätte Walt Disney bei
Gaudi einen Grand Canyon in Auftrag gegeben.“ – Treffender kann man
diese Landschaft nicht beschreiben.
Carolin Pusch – Fotoklub Ilsenburg
|